Zug um Zug

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„Eine Fahrt mit der Eisenbahn kann ich beim besten Willen nicht als Reise bezeichnen. Man wird ja lediglich von einem Ort zum anderen befördert und unterscheidet sich damit nur sehr wenig von einem Paket.“

Dies sagte John Ruskin, ein englischer Schriftsteller, der von 1819 bis 1900 lebte.

Nun, wenn dieser Herr unsere heutigen Zugfahrten erleben müßte…..

In meiner Jugend bin ich, wie wir alle, sehr gerne mit dem Zug gefahren. Lange Strecken bis nach Andalusien waren damals zwar auch nicht wenig anstrengend, aber erlebnisreich und sinnlich. An den Bahnhöfen öffnete man das Fenster und wenn man Glück hatte, gab es irgendwo einen Händler, der einem Kaffee oder etwas essbares für wenig Geld verkaufte. Wie mag es erst im goldenen Zeitalter der Zugfahrt gewesen sein! Zugegebenermaßen denke ich nicht an die dritte Klasse mit Holzbänken, sondern stelle mir eine Fahrt im Orientexpress oder einem anderen Luxuszug vor.

Wer kennt nicht diesen wunderbaren Film Shanghai – Express mit Marlene Dietrich und der hinreißenden Anna May Wong? Ein Grammophon im Abteil….riesige Koffer, die unter Ächzen von Gepäckträgern in die Züge manövriert wurden, der Dampf der Lokomotiven an den Bahngleisen….was für eine Atmosphäre!

Als Trost für uns Nostalgiker bleiben Bilder und Erzählungen, an die wir uns dann bei der nächsten Zugfahrt klammern können, wenn uns die Klimaanlage zum Wahnsinn und in die Erkältung treibt.

 

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Gefedert

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Das ist natürlich der ganz große Auftritt! Egal ob normale Federboa, oder Federn als Kopfschmuck, an Taschen, Schuhen oder als komplette Federstola – großes Kino!

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Mit Sicherheit nicht alltagstauglich, weil doch eher empfindlich, empfiehlt sich der gefederte Look allerdings bei großen Anlässen. Ich trage sie hin und wieder bei Konzerten, gerne in der Oper, aber auch bei einem feinen Dinner….hier muss man allerdings Acht geben, dass die Federn sich nicht im Essen wieder finden, wie es mir neulich passiert ist. Und dann saß mir doch ausgerechnet dieser wunderbare, in die Jahre gekommene Adonis gegenüber und ich spuckte Federn. Aber das ist eine ganz andere Geschichte!

Kleine Federn (Reste einer Federboa z.B.) eignen sich aber auch, um ein Schmuckstück aufzupeppen, eine kleine Handtasche einzigartiger zu machen, oder sogar, wieder für den großen Auftritt, als künstliche Wimpern. Das Aufbringen kann einen schon mal zur Weißglut bringen, aber mit etwas Übung klappt das und schaut umwerfend aus.

In den Karnevalshochburgen kann man das ja gerade getrost ausprobieren. Wünsche allen LeserInnen gefederte Augenblicke.

Stulpen, Handschuhe & Co.

Immer noch Winter…oder vielleicht beginnt er ja auch jetzt erst. Zwar trage ich fast ganzjährig Stulpen, aber in dieser Zeit sind Stulpen, Handschuhe & Co. unverzichtbar.

 

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Und sie sehen als Accessoire einfach klasse aus. Gestrickt, gehäkelt, gefilzt, aus Leder oder Fell, passen sie zu allem was frau trägt.

Musste man in früheren Jahren regelrecht auf die Suche nach Stulpen gehen, findet man sie heute  allerorten. Was ich an Stulpen liebe ist, dass man sie nicht ausziehen muss, wenn man telefoniert, etwas bezahlt oder sonst etwas mit den Fingern machen muss. Handschuhe hingegen verliere ich stets und ständig, so dass ich mittlerweile eine ganze Sammlung einzelner Handschuhe habe, so wie andere Socken.

Handschuhe sind aber auch etwas Feines. Sie können quasi Schmuck ersetzen, mal ganz abgesehen davon, dass sie wärmen. Am allerliebsten nehme ich an frostigen Tagen jedoch einen Muff. Altmodisch, mag sein, aber ein Hingucker und wahnsinnig praktisch!

In diesem Sinne, einen schönen Restwinter!

Purple rose

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Purple, oder auch lila, ist pure Provokation. Nicht umsonst heißt es im Volksmund: lila – der letzte Versuch.

Zugegebenermaßen steht lila nicht jedem. Meiner Meinung nach passt es am besten zu Menschen mit hellem, oder sehr dunklem Teint.

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Wem die Farbe lila nicht steht, muss aber nicht auf sie verzichten. Zu schwarz eine lila Tasche oder lila Schuhe sieht großartig aus. Aber purple setzt auch in Wohnräumen unglaubliche Akzente, an Türen zum Beispiel. Wenn auch das nun gar nicht Ihrem Geschmack entspricht, dann genießen Sie doch einfach das purple der Natur!

Flowerpower at home

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Der Frühling naht! Naja, nicht wirklich, aber wir können uns ihn schon vorstellen. Die aufkommende Wärme, der Duft und vor allem, die Farben. Nie habe ich mehr Freude an Farben als im Frühling. Da werden bunte Tischdecken aufgelegt, Tulpen stehen in allen farblichen Schattierungen in jeder Ecke meiner Wohnung und dann, immer dann, möchte ich allem einen fröhlichen Anstrich geben.

Sollte ich doch mal eine Wand mit einer ausgefallenen Tapete schmücken? Oder meine Sessel mal wieder neu beziehen? Meinen Dielenboden bemalen, oder einen bunten Teppich kaufen? Ach ja, die Sofakissen könnte ich auch mal wieder austauschen.

Ich finde das neu gestalten eine schöne Art, den Frühling willkommen zu heißen….vielleicht kommt er dann früher. Ich warte inbrünstig!

Black & white

Der Klassiker, der nie aus der Mode zu kommen scheint, ist die Kombination aus schwarz und weiß. Ich weiß nicht, wie oft man ihn schon totgesagt hat, aber Totgesagte leben ja bekanntlich länger. In diesem Fall unbedingt zu Recht!

Black & white ist elegant aber heiter, extrem variabel und immer ein absoluter Hingucker. Coco Chanel hat diesen Stil perfektioniert. In den glamourösen Seebädern Europas sah man in den Sommern jener Jahre fast nur schwarz-weiß.

Black & white sieht allerdings auch im Winter zum Niederknien aus. Im Herbst auch….oh ja, und im Frühling. Sagte ich schon, dass Black & white nie aus der Mode zu kommen scheint?

Kleiner Tipp am Rande: mit mega großen Perlenketten sieht es besonders extravagant aus!

Mit black & white kann man eigentlich gar nichts falsch machen. Bis demnächst auf dieser Seite….

Betüllt

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Ein Hoch auf die französische Stadt Tulle, die im 19. Jahrhundert für die Fabrikation des gleichnamigen Materials bekannt wurde!

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Was wären Roben ohne Tüll? Oder das klassische Ballet? Unvorstellbar!

Etwas zu „betüllen“, wie ich es immer nenne, ist die einfachste und effektivste Weise, schlichteste Dinge besonders zu machen. Eine Schleife um die Fessel, oder an einer Handtasche befestigt, um einen Hut gewickelt, geknotet, gedreht und im Handumdrehen hat man ein keines glamouröses Etwas kreiert.

Viele Designer, wie meine Lieblingsdesignerin Lilli Berlin, aber auch Viktor & Rolf, Elena Dawson und natürlich das Haus Chanel, um nur einige zu nennen, wissen um die Wirkung von Tüll. Tüll ist leicht und dramatisch zugleich – er bedeckt, aber lässt Transparenz.

Und….Tüll ist nicht teuer! Ich habe immer etwas Tüll im Haus. Zum Einpacken von Geschenken, um etwas elegant zu verschnüren oder um mir einfach ein Schleifchen irgendwohin zu binden.

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Ich bin eben betüllt.

In diesem Sinne, wenn auch verspätet, ein glamouröses 2018!!

Goldrausch

Liebe Leserschaft.

Nun hat mich die Vorweihnachtszeit doch dermaßen im Griff gehabt, dass ich es jetzt erst schaffe, quasi nachträglich, frohe Weihnachten zu wünschen. Ich hoffe, Sie konnten ein glamouröses und friedliches Fest genießen.

Die Farbe Gold dominierte die letzten Wochen jeden Winkel unserer Blicke und da dachte ich mir, was für ein schönes Thema zwischen den Jahren!

Gold ist das erste Metall, das von Menschen verarbeitet wurde und Nachweise über Goldgewinnung konnte schon in der frühen frühe Kupferzeit gefunden werden. Die ältesten bekannten Goldartifakte aus dem Gräberfeld von Warna (Bulgarien), wurden zwischen 4600-4300 v. Chr. datiert.

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Was ist es, das Gold so besonders, so einzigartig für den Menschen macht? Ist es sein Glanz, die Farbe? In allen Kulturen wurden Gegenstände aus Gold für rituelle Zwecke hergestellt, immer wurde Gold zu Schmuck verarbeitet, als wertvolle Huldigungsgeschenke, Grab- oder Opfergabe dargereicht, lange bevor es den materiellen Wert hatte, den man ihm heute zuschreibt.

War es zu Beginn vielleicht eher ein sinnliches Empfinden beim Anblick von Gold, änderte die Gier der Menschen mal wieder alles. Heute leidet die von der Goldförderung lebende Bevölkerung an starker Verarmung und oft sind ganze Landstriche durch informellen Goldabbau zerstört, was schwerwiegende soziale und ökologischen Probleme zur Folge hat.

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Es sei also darüber nachzudenken, wieviel Gold wir uns gönnen. Aber die Farbe! Die Farbe, der Glanz, die Aura von Gold sind nicht zu toppen! Ein Hauch von Gold macht alles edel. Gold ist Wärme, steht für Opulenz, Reichtum und ja, immer für etwas göttliches.

Golddurchwobene Stoffe, goldener Glitter im Lidschatten oder auf Fingernägeln, golden Rahmen, Lüstern…ach so ein Goldrausch hat schon was! In diesem Sinne, einen fulminanten Rutsch ins neue Jahr!

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Imperfekt

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Ach ja, wir sehen sie täglich, die Perfekten, die Makellosen, aber ist das wirklich das non plus ultra?

Im grammatikalischen bezeichnet der Ausdruck Imperfekt (lateinisch imperfectus ‚unvollendet‘) eine Zeitform, die sowohl Vergangenheit als auch den unvollendeten Aspekt ausdrückt. Da gibt es noch Raum zur Entwicklung, Möglichkeiten, Veränderungen. Welche Verheißung verspricht eine unvollendete Symphonie…da kommt noch was…das ist noch nicht das Ende!

Das Imperfekte irritiert, macht neugierig, wirft Fragen auf. Das Perfekte und Makellose ist Oberfläche auf Hochglanzpapier. Aber warum nur wird der Makel in der heutigen Gesellschaft so gehaßt, dass selbst junge, zauberhafte Mädchen zum Schönheitschirurgen rennen, um sich ihre Nasen oder Brüste scheinbar perfektionieren zu lassen? Hier spielt man nicht mit den Möglichkeiten, die Mode und Phantasie uns offenbaren, sondern es geht lediglich um die Beseitigung eines Mangels als Störung. Erschreckenderweise erfahren die Menschen, dass sie auf diese Art in der Bilanz der Schönheit nie mehr ins Plus geraten, sondern bestenfalls ein Nulldefizit erreichen.

Ich plädiere für die Schönheit des Imperfekten. Im Menschen, in den Dingen und im Leben! Also, bleiben Sie imperfekt!

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